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Bodyshaming: Frau liegt auf dem Rücken und macht eine Brücke
Foto: Anna Shvets

#Bodyshaming im sport: Was zu viel
hate mit uns macht

Zu fett, zu dünn, zu behaart, zu wenig muskulös – diese wenig charmante Liste könnten wir wahrscheinlich noch ewig so weiterführen und mal im Ernst, wer wurde noch nie für seinen Körper kritisiert? 

Leider geht das Sich-lustig-machen über Körper schon im Kindesalter los und bedeutet vor allem eins: Unsichere, kleine Mädchen, die wohl möglich ihr Leben lang ein ungesundes Verhältnis zu ihrem Körper haben und im schlimmsten Fall selber shamen. Aus der eigenen Unsicherheit heraus oder weil es ja immer schon alle so gemacht haben.

Boyshaming: Frau in Yogapose vor einer Fensterfront
Foto: Karolina Grabowska

ICH BIN ZU... UND JETZT?

In erster Linie denkt man beim Thema Bodyshaming an Curvys, dabei sind Beleidigung gegen Big Girls nur die Spitze vom Eisberg.

Insbesondere der Sport bietet eine riesige Angriffsfläche für Kritik. Bewegung und Körper stehen schließlich in direktem Zusammenhang und jede Trainingsart hat ihre eigenen Ideale. Da kann ein vermeintlich zu schlaksiger Körper ebenso belastend sein, wie die ein oder andere Rolle unterm Sport-BH.

Auch, wenn es ein Grundbedürfnis des Menschen ist andere zu ändern – not gonna happen. Aber wir können uns und unsere eigene Einstellung überdenken.

Kleiner Selfcare-Tipp: Dich hat mal wieder jemand so richtig verletzt? Zeit den Akupunkturpunkt für die Selbstakzeptanz zu aktivieren!

  1. Lege deine rechte Hand auf deine linke Brust und beginne in deinem eigenen Tempo im Uhrzeiger Sinn zu kreisen.
  2. Eine kleine Affirmation kann zusätzlich helfen. Unser Vorschlag: Auch, wenn andere sagen, ich bin zu …. weiß ich, dass ich genauso richtig bin, wie ich bin.
  3. Kreise weiterhin mit deiner Hand und wiederhole die Affirmation dabei 3x laut. Und merkst du schon was?

KÖRPERKULT(UR): BODYSHAMING IM TANZ

Jap, wenn wir Liebhaber vom schönen Tanz und Ballett eines nicht ignorieren können, dann sind das fast schon körperfeindliche Ideale, die seit hunderten von Jahren toleriert und angepriesen werden. Das Ganze hinterfragen? Eher nicht. Stehen schließlich schon zehn weitere Aspirantinnen in der Reihe, um den hart erarbeiteten Platz einzunehmen. 

Versteht uns nicht falsch, wir wollen nicht per se eine Tradition kritisieren, die für viele den gesamten Lebensinhalt ausmacht. Uns geht es viel mehr darum einfach mal den Finger in die Wunde zu legen, denn wir möchten hinterfragen und nicht einfach akzeptieren.  

Und leugnen kann es leider niemand. Es wird bis zur körperlichen Erschöpfung trainiert, um einer perfekten femininen Elfe zu gleichen. Skurril ist, dass im Laufe der Zeit viele Tänzerinnen die körperlichen Merkmale einer Frau verlieren und eine fast knabenhafte Figur bekommen.

Trotzdem hat nicht jede Tänzerin automatisch eine Essstörung, die einen extrem schlanken Körper hat! Auch das sei an dieser Stelle gesagt.

Das vermeintlich andere Extrem: die BoPo-Ballerinas. BoPo steht für Bodypositvity und eine Tanzbewegung, der immer mehr Tänzerinnen vor allem aus dem Hobby- oder semiprofessionellen Bereich angehören.

Eine der bekanntesten Plus Size Ballerinen ist die 24-jährige Amerikanerin Colleen M. Werner. Sie hat vor kurzem etwas geschafft, was vor einigen Jahren noch nicht vorstellbar war: ein unterschriebener Vertrag bei der diversen Tanzkompanie Black Sheep Ballet.

 

Dicke Ballerinas, das geht nun wirklich einen Schritt zu weit – oder etwa nicht? 

WARUM SHAMEN WIR FRAUEN UNS BLOß IMMER NOCH GEGENSEITIG?

In unserer kleinen Diversity-Bubble möchten man doch nur zu gerne glauben, dass wir Frauen uns mittlerweile alle lieb haben und unterstützen, um das Erbe, was tausende Feministinnen hart für uns erkämpft haben zu verteidigen – denkste Puppe!

Also wird gebasht, ausgelacht, gehänselt was das Zeug hält, und zwar in jedem Alter. Besondere Fahrt hat das Thema Bodyshaming im Sport durch die Anonymisierung im Internet aufgenommen. Da wo uns „niemand kennt“ lässt es sich doch besonders gut auf andere eintreten. Dieses Problem kennt auch Plus Size Bloggerin Charlotte Kurth und geht mit einer starken Einstellung voraus, wie ihr auf ihrer Seite verfolgen könnt. Ein Click lohnt sich.

„Ich hab es ja schon schwer den passenden Tanzbody zu finden, aber was sollst du denn erst machen?“ Diesen Spruch hat MxM Gründerin Kimberley von einer Mittänzerin vor dem Training gedrückt bekommen.

Ich war nicht nur verletzt, sondern vor allem wütend. Wie kann es sein, dass wir Frauen uns gegenseitig so herabwürdigen, wenn wir eh schon in vielen Bereichen des Lebens benachteiligt werden? Man weiß nie, wer einem gegenüber sitzt und was dieser Mensch seelisch mit sich trägt. Derartig unbedachte Kommentare können richtig gefährlich werden, wenn sie auf einen nahrhaften Boden fallen.

Kimberley Reichstein

NORMALIZE NORMAL BODIES

Körperideale werden in der Gesellschaft geboren und durch Werbung manifestiert. Deshalb ist es so wichtig Bodydiversity auch in die eigene Unternehmenskultur zu integrieren.

Ja, unsere Wurzeln als Active- und Dancewear Brand liegen im klassischen Tanz und beruhen damit auch auf sehr schlanken Idealen und Linien. Trotzdem war es uns von Anfang an extrem wichtig Size-inclusive zu denken und dazu gehört es auch Größenverläufe und Schnitte zu optimieren und anzupassen. Bewegung sollte heutzutage nicht mehr nur ein Gut der elitären Schlanken sein, sondern ein Recht, auf das jeder Körper bestehen darf und sollte! Und dazu gehört eben auch das passende Outfit.

Kimberley Reichstein
Die Redaktion
Die Redaktion

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